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4 Unterschiede, die das Smart Building ausmachen

Schon lange wird Automation genutzt, um Gebäude sicherer, komfortabler, effizienter und wartungsärmer zu machen. Neu ist allerdings das rasante Tempo, das durch intelligente Vernetzung, Internet of Things (IoT), Cloud Computing, digitale BIM-Planung und Big Data-Anwendungen immer mehr Fahrt aufnimmt. Halten Sie kurz inne und werfen Sie einen Blick auf die vier wesentlichen Unterschiede, die das Smart Building ausmachen.

Was zeichnet ein Smart Building aus? 

Oder stellen wir die Frage anders: Wann ist ein Gebäude wirklich intelligent? Mögliche Antwort: Wenn vernetzte Überwachungssysteme mit der technischen Gebäudeausstattung so zusammenarbeiten, dass sie sich automatisiert an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen, die Sicherheit erhöhen und durch mehr Energieeffizienz Kosten und CO2 einsparen. Im Detail kommt es auf die folgenden Dinge an: 

1.    Gesteigerte Energieeffizienz

Die steigende Digitalisierung von Gebäuden bietet umfassende Steuerungsmöglichkeiten, die sich mehr denn je auf die überall geforderte Umweltverträglichkeit auswirken. Gut so, denn die Betriebskosten machen rund 70 % der Gesamtkosten eines Gebäudes aus, wobei der Anteil der Energiekosten allein bei 30 % liegt. Noch besser, wenn man bedenkt, dass das ehrgeizige Ziel der weltweiten Energiewende lautet, den Bedarf bis 2050 um 80 % zu senken.

Wir sind auf einem guten Weg: Heute können intelligente Messsysteme, aktive Steuerungssysteme sowie Automatisierungs-, Regelungs- und Überwachungssysteme die Energieeffizienz moderner Gebäude deutlich steigern. Und standen beim umweltverträglichen Gebäudedesign vor allem die verwendeten Rohstoffe und Materialien im Vordergrund, hat sich diese Sichtweise im Zeitalter moderner Gebäudedigitalisierung grundlegend geändert. Denn sie bietet eine proaktivere, langfristige und zudem kostengünstigere Möglichkeit, die Umwelt zu schonen. Ganz besonders in der Betriebsphase, in der die Umweltauswirkungen eines Gebäudes am größten sind. 

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2.    Erhöhte Gebäudesicherheit 

Bei Smart Buildings stehen sowohl die physische Sicherheit als auch Cybersicherheit im Fokus. Erstere lässt sich durch digitale Technologien zum Schutz der Nutzer und des Gebäudes selbst erhöhen. Zum Beispiel, indem Ein- und Ausgänge überwacht werden, Zutrittskontrollen den Zugang regeln, intelligente Systeme den Brandschutz erhöhen oder dafür sorgen, dass das Gebäude im Notfall schnell evakuiert werden kann. Aber auch ins Sachen Hygiene können intelligent gesteuerte und berührungslose Türsysteme den Infektionsschutz deutlich erhöhen. 

Neben der physischen Sicherheit muss auch die Cybersicherheit hohen Standards genügen. Ganz besonders, wenn es sich um sicherheitssensible Einrichtungen wie Flughäfen, Krankenhäuser oder öffentliche Gebäude handelt. Und so sind sämtliche Maßnahmen in Sachen Cybersicherheit in erster Linie dafür da, genau die Systeme abzusichern, die für physische Sicherheit sorgen: Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn Aufzugssteuerungen, Tore, Zutrittskontrollsysteme oder das gesamte Stromversorgungssystem manipuliert werden.

3.    Mehr Komfort 

Die in intelligenten Gebäuden gesammelten und analysierten Daten schaffen die Grundlage für verbesserten Komfort. Denn durch deren Analyse und Nutzung erlauben sie es Systemen, sich flexibel den Einflüssen anzupassen. Zum Beispiel, wenn intelligente Steuerungen die Heizung, Lüftung oder Beleuchtung automatisch regeln. Oder auch, wenn digitale Apps durch die Anzeige freier Tiefgaragenparkplätze und digitale Concierge-Services den Komfort erhöhen. 

Ein komfortables Beispiel ist auch die Belegungserkennung als Kernfunktion der Raumoptimierung, die eines der meistgenutzten Merkmale intelligenter Gebäude ist. Und es ist zu erwarten, dass die Technologie künftig mehr und mehr nicht nur für die Optimierung der Raumauslastung eingesetzt wird, sondern Gebäudenutzer aktiv bei der Interaktion mit ihrer Umgebung unterstützt. 

4.    Weniger Wartungsaufwand 

Mehr intelligente Vernetzung bedeutet auch weniger Wartungsaufwand: Wenn in zentralen Gebäudeelementen wie der Heizung, Lüftung, in Zutritts- oder Fahrstuhlsystemen Sensoren verbaut sind, die den jeweiligen Zustand überwachen, kommt „Predictive Maintenance“ zum Einsatz. Soll heißen: Bevor ein Defekt (z. B. durch Verschleiß) droht, meldet sich das Element proaktiv beim Techniker, damit es rechtzeitig ausgetauscht werden kann. 

Mithilfe von Daten zum Alter von Anlagen und Geräten, zu ihrem Wartungszustand, ihrer Auslastung und Bedeutung für die Funktion des Gebäudes können Wartungspläne verbessert und Kosten eingespart werden. Die Zahl der Ausfälle und unvorhergesehenen Abschaltungen nimmt ab, anstehende Reparaturen und Umrüstungen lassen sich optimal planen. 

Was die Zukunft für Smart Buildings bringt

Mit dem steigenden Tempo wächst auch der Markt für Smart Buildings rasant: Laut Gartner sollen im Jahr 2020 und weltweit 5,8 Milliarden vernetzte IoT-Geräte zum Einsatz kommen, was einer Steigerung von 21 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht (4,8 Milliarden Geräte). Den größten Zuwachs erwarten die Experten bei der Gebäudeautomation. Das gemeinsame Ziel: Gebäude noch sicherer, komfortabler, effizienter und wartungsärmer machen. Und wenn es um den Zutritt in die Zukunft geht: #weknowhow
 

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