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Brandschutztüren: Lösungen, die Leben retten können.

Key Visual Brandschutztüren: Lösungen, die Leben retten können.

Jährlich entstehen in Deutschland hunderttausende Brände mit verheerenden Folgen. Gerade deshalb ist vorbeugender Brandschutz bei der Planung von Gebäuden und zum Schutz von Menschenleben so wichtig. Für wirksame Brandabschnitte spielen nicht nur Brandschutztüren eine entscheidende Rolle, sondern auch die dabei eingesetzten Türkomponenten, die den Spagat zwischen bauordnungsrechtlichen Anforderungen und dem Bedürfnis nach funktionalem Komfort schaffen müssen.

In den jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) und Sonderbauvorschriften ist dabei geregelt, wie die entsprechenden Brandabschnitte räumlich zu gestalten sind, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch im Gefahrenfall zu verhindern.


Vorbeugender Brandschutz durch Brand- und Rauchabschnitte

Vorbeugender Brandschutz durch Brand- und Rauchabschnitte

Das Baurecht sieht die Unterteilung bestimmter Gebäude in Brand- und Rauchabschnitte vor.

Brandabschnitte verhindern den Übertritt von Feuer auf benachbarte Gebäude und weitere Gebäudeteile/Geschosse. Somit bilden sich Brandabschnitte immer zwischen den Gebäudeaußen- und -innenwänden (Brandschutzwände und Brandschutzdecken), die geschossübergreifend ausgebildet sind und somit im Gefahrenfall den Überschlag des Feuers auf andere Gebäudeteile verhindern.

Dabei wird durch das Baurecht in den sogenannten Feuerwiderstandsklassen definiert, wie lange diese Wände, Decken und Türen dem Feuer Widerstand zu leisten haben (sog. Feuerwiderstandsdauer). Die Normen, die sich auf diese Feuerwiderstandsklassen beziehen, sind in Deutschland die DIN4102-2 sowie die DIN EN 13501-2, wobei zunehmend das deutsche Normensystem von den europäischen Normen abgelöst wird.


Für Menschen ist Rauch die größere Gefahr, TS 93 mit Feststellanlage

Für Menschen ist Rauch die größere Gefahr

Die Praxis zeigt allerdings, dass eigentlich der sich bei Feuern schnell ausbreitende Rauch die größere Gefahr für Menschen darstellt. Somit liegt es nahe, dass im Baurecht nicht nur Brandabschnitte, sondern auch Rauchabschnitte definiert sind. Insbesondere in Gebäuden mit hohem Personenaufkommen wird höchste Priorität auf die Bekämpfung einer möglichen Ausbreitung von Rauchgasen im Gefahrenfall gelegt.

Während beim Brandabschnitt vornehmlich Brandschutzdecke und Brandschutzwand sowie in die Wand integrierte Feuerschutztüren den Zugang zu den Brandabschnitten gewährleisten und den Abschluss zum Brandabschnitt bilden, werden Rauchabschnitte mit Hilfe von Rauchschutz-Abschlüssen versehen. Das können z. B. nach DIN 18095 ausgebildete Rauchschutztüren sein, die insbesondere in Fluren das Eindringen von gefährlichen Rauchgasen für ungefähr zehn Minuten verzögern. 

Vielfach bilden Brandabschnitte auch gleichzeitig Rauchabschnitte wie z. B. Flurabschlusstüren an Treppenhäusern, so dass die Brandschutztür die Rauchschutzanforderung direkt integriert. Typische Bezeichnungen dabei sind nach DIN 4102-2 „T30 RS“ oder in einem Element nach DIN EN 13501-2 auch „EI2 30 – S200C“.


Türschließer, Feststellanlagen & Co. – Komponenten für Brandschutztüren

Türschließer, Feststellanlagen & Co. – Komponenten für Brandschutztüren

Um den bautechnischen Brandschutz zu gewährleisten, müssen Feuer- und Rauchschutztüren selbstschließend konstruiert sein. 

Und im Ernstfall höchsten Belastungen und Temperaturen standhalten.



  • Für das zuverlässige Schließen können Obentürschließer, Bodentürschließer und Drehtürantriebe sorgen. Ohne eine Feststellung bewirken sie, dass die Tür nach dem Begehen automatisch wieder zufällt.
  • Feststellanlagen setzen die Funktion eines Schließmittels kontrolliert aus - und lassen ständig offenstehende Türen im Brandfall zuverlässig zugehen.
  • Damit Barrierefreiheit und Brandschutz gleichzeitig gewährleistet sind, braucht es je nach Nutzer (alte, körperlich eingeschränkte oder behinderte Menschen) eine Kombination unterschiedlicher Komponenten wie Feststellanlagen, Freilauftürschließer oder Drehtürantriebe.
  • Für die möglichst barrierefreie Begehung gibt es auch Obentürschließer mit stark abfallendem Öffnungsmoment, die nach DIN SPEC 1104 ausgelegt und an Rauch- und Feuerschutztüren geprüft und dafür zugelassen sind.
  • An Brandschutztüren ist die Mindestschließergröße EN 3 einzustellen. Bis maximal EN 7 sind Schließer im Rauch- und Feuerschutz bis 1600 mm Türblattbreite zugelassen.
  • Insbesondere bei der Nachrüstung im Bestand können batteriebetriebene Türschließer wie der dormakaba G-Ubivis XEA zuverlässigen Brandschutz ohne Stromanschluss bieten. Da eine Kombination aus Permanent- und Elektromagneten zum Einsatz kommt, sind keine Eingriffe in die Bausubstanz und keine aufwendigen Elektroinstallationen mehr nötig.


Welche Vorschriften müssen Rauch- und Feuerschutztüren erfüllen?

Für die Wartung von Brandschutztüren ist umfangreiches Wissen rund um die gesetzlichen sowie normativen Vorgaben essentiell wichtig. Und genau aus diesem Grund sollte sie immer durch eine entsprechend qualifizierte Fachkraft erfolgen.

Die ordnungsgemäße Funktion muss jederzeit gewährleistet sein. Offensichtliche Mängel gilt es, so schnell wie möglich zu beseitigen. Zudem dürfen Änderungen, Umbauten oder Reparaturen nur beschränkt durchgeführt werden.

Wenn Sie mehr über die einzuhaltenden Normen für Rauch- und Feuerschutztüren erfahren möchten, laden Sie sich jetzt unser Whitepaper ,,Instandhaltung und Modernisierung von Brandschutztüren und-Toren“ herunter.


Welche Rolle spielen Flucht- und Rettungswege für den Brandschutz?

Die oft gegensätzlichen Anforderungen an Brandschutztüren in Flucht- und Rettungswegen bedeuten sicherheitstechnisch eine enorme Herausforderung. Denn Feuer- und Rauschschutz stehen gegensätzlich zu Fluchtweg- und Rettungswegsystemen. Ganz einfach, weil erstere stromlos geschlossen und letztere stromlos offen sein müssen. Beiden gemein ist allerdings, dass sie dazu sind, im Ernstfall Leben zu retten.

So muss im Gefahrfall auch ein schnelles Verlassen von verriegelten Türen in Flucht- und Rettungswegen zu jeder Zeit möglich sein. Versicherer, Polizei und Betreiber fordern zudem den möglichst sicheren Verschluss gegen Missbrauch und Einbruch.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, kommen intelligente Türlösungen aus verschiedenen Türkomponenten, wie z. B. Pushbars und Panikstangen (nach den Normen 1125 und 179), dem SafeRoute Fluchtwegsicherungssystem, Türschließern sowie selbstverriegelnden Panikschlössern zum Einsatz.


Selbstschließende Türsysteme zum vorbeugenden Brandschutz ED250

Selbstschließende Türsysteme zum vorbeugenden Brandschutz

dormakaba bietet eine Vielzahl an Türkomponenten, die sämtliche Anforderungen für Brandschutztüren und den vorbeugenden Brandschutz in Gebäuden erfüllen. Und da gerade im Brandfall die Zuverlässigkeit eines Türsystems entscheidend ist, darf auch die ordnungsgemäße Instandhaltung von Brandschutztüren nicht fehlen. So bietet der dormakaba Service auch eine kompetente Installation von Neuanlagen sowie die ordnungsgemäße und vorgeschriebene Wartung von Türsystemen an.

Entdecken Sie hier einige Lösungsbeispiele für den vorbeugenden Brandschutz in Gebäuden.

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